Diercke 360

Autorin: Cecilia Hoppe Diercke360° 2/2009 M 1 Eisgrotte im Rhonegletscher M 2 Einblicke in den Gletscher bearbeitet von: COPY Seit über 160 Jahren ermöglichen es Grotten im Rhonegletscher jedem, mühelos in den Gletscher hineinzuspazieren. Bereits um 1830 gab es eine natürliche Grotte beim Ausfluss des Gletschers. Später wurden Grotten in den Gletscher getrieben, um den Touristen eine Attraktion zu bieten. (...) Der Gletscher arbeitet und wandert. Im Bereich der Eisgrotte macht die Gletscherbewe- gung 30 bis 40 m jährlich aus, das sind etwa 10 cm am Tag! Hatte die Grotte bei Saisonbeginn Anfang Juni noch eine Länge von 100 m, so sind es im Oktober meist nur noch 60 bis 80 m. (...) Der Weg zum Gletscher hat seinen besonderen Reiz. Ein eigenartiges Licht leuchtet und schimmert in gläserner Durchsichtigkeit tausendfach. Sind die ersten Schritte in den Gletscher getan, wechselt das Licht und strömt bläulich über den Besucher. Aus fernen Spalten tosen Wasserbächlein, unter dem Fuß knirscht das Eis. (...) Aufgrund der Aktivität des Eises muss die Grotte täglich kontrolliert werden, häufig sind Sicherheitsmaßnahmen notwendig, die überwiegend nachts durchgeführt werden. Gekürzt und verändert nach: Martin W. Carlen: Der Rhonegletscher und seine Eisgrotte. Eigenverlag, Brig 2003. M 3 Längenveränderung des Rhonegletschers zwischen 1879 und 2008 M 4 Prognose zum Gletscherrückgang Skalierung linke y-Achse: Längenänderung in Metern pro Jahr. Skalierung rechte y-Achse: aufsummierte Längenänderung in Metern. Die Vorstöße des Gletschers sind mit hellblauer Farbe gekennzeichnet, Rückzüge mit oranger Farbe (dargestellt in m pro Jahr). Die schwarze Summenkurve zeigt die kumulative Längen- änderung (in m) seit Beginn der vorhandenen Messungen. Quelle: Schweizerisches Gletschermessnetz 1874 2008 2050 2075 2100

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