Autor: Knut Heyden Diercke360° 2/2009 M 6 Der Aralsee 1973 M 8 Ausbeutung der Armen 1960 war der Aralsee das viertgrößte Binnengewässer der Erde und doppelt so groß wie Baden-Württemberg. In den 1960er- Jahren wollte die Sowjetunion mit einem gigantischen Bewässerungsprojekt die landwirtschaftliche Produktion in der Region steigern. Neue Devisenquellen sollten durch den Export von Baumwolle erschlossen werden. Die Abbildung aus dem Jahr 1973 ist eine Falschfarbendarstellung und hebt die Anbauflächen im Süden und Nordosten des Sees in Rot hervor. Die Zuflüsse Amudarja (im Süden) und Syrdarja (im Norden) wurden zu 95 Prozent in Landwirtschaftsprojekte umgeleitet, was seither zu einer kontinuierlichen Verlandung des Aralsees führte. Heute ist das Gewässer in den Kleinen und den Großen Aralsee geteilt. Die neue Küstenlinie von 2007 ist im zweiten Aufgaben 6. Werten Sie die Satellitenaufnahmen des Aralsees (M6+M7) und den beschreibenden Text M8 aus. Erörtern Sie dabei die Probleme der Wasserversorgung und den Prozess der Versalzung. Stimmen Sie der Behauptung zu, dass der Aralsee die größte, vom Menschen verursachte Umweltkatastrophe darstellt? Beziehen Sie für Ihre Begründung auch M5 ein. 7. Vergleichen und bewerten Sie die Karten (Diercke u S. 157.1, bearbeitet von: M 7 Der Aralsee 2007 COPY Bild gut entlang der weißen Salzschicht zu sehen. Hochauflö- sende Satellitenbilder erlauben die Identifizierung gestrande- ter Schiffe inmitten der neu entstandenen Wüste. Sie sind stille Zeugen des totalen Zusammenbruchs der Fischerei und des Wegfalls von 60 000 Arbeitsplätzen. Doch nicht nur das Aussterben aller Fischarten ist eine der katastrophalen Folgen dieses Großprojekts. Durch verseuchtes Grundwasser gelan- gen Entlaubungsmittel und Pestizide in die Nahrungskette der 50 Millionen Anwohner. Überdurchschnittlich häufig kommen Missbildungen bei Neugeborenen sowie Fehlgeburten vor. Die Folgen für Menschen und Natur wurden von den Verant- wortlichen nie evaluiert. Quelle: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (Hrsg.): Globaler Wandel. Die Erde aus dem All 2008, S. 241 (gekürzt) Diercke 2 u S. 123.1) und Satellitenbilder: Welche Informationen können Sie auf den Satellitenaufnahmen besser bzw. schlechter erkennen als in der Karte? 8. Erörtern Sie die Zukunftschancen der Region. Welche Maßnahmen werden diskutiert? Welche Chance geben Sie dem russischen Versprechen einer „historischen Verantwortung“? Wird Ihrer Meinung nach der Fußballer Pfannenstiel der Entwicklung neue Impulse geben können?
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