Diercke 360

Autor: Dr. Siegfried Schacht Diercke360° 2/2009 Rekultivierung führt zu attraktiven Erholungsräumen M 5 Naherholungsgebiet Ville Südlich von Hürth hat man ehemalige Tagebauflächen forst- und wasserwirt- schaftlich rekultiviert. Neue Waldflächen wurden angelegt und Tagebau-Rest- löcher füllten sich mit Grundwasser – ideale Voraussetzung für die planmäßige Anlage eines Erholungsgebietes. Parkplätze und ausgeschilderte Wander- wege laden heute zu Familienausflügen ein. Noch attraktiver sind die vielen Seen, die Gelegenheit zum Schwimmen und anderen Formen des Wassersports bieten. In der Gemeinde Bornheim wurde ein kleiner Teil des ehemaligen Abbaugebietes 1984 unter Naturschutz gestellt („Villeseen“). Quelle: nach T. Schreiber 1978, ergänzt M 7 Blausteinsee lockt nicht nur Wassersportler Weißt du, wann genau der Gardasee entstanden ist? Oder ein See in der Umgebung deines Heimatortes? Was das touristische Highlight der Euregio Maas-Rhein angeht, so lässt sich dessen Entstehung auf den Tag genau datieren: der 5. Oktober 1994. Von diesem Tag an schossen pro Sekunde 200 Liter Brunnenwasser in das riesige, vom Tagebau Zukunft- West übriggebliebene Restloch. Rund 10 Jahre dauerte die Befüllung des Sees. Heute ist der ca. 100 ha große See unter Tauchern aus halb Deutschland kein Geheimtipp mehr. Sie schätzen ihn wegen seiner Tiefe (bis zu 40 m), seiner guten Sichtverhältnisse (bis zu 10 m) und seiner Tauchziele (u.a. liegt ein Segelboot auf dem Grund). Hier fahren Segelklubs Regatten, und es trainiert ein Kanuklub. Surfer fühlen sich ebenso wohl wie Schwimmer, die sich seit dem Sommer 2004 in die Fluten stürzen dürfen. Radfahrer, Skater und Wanderer teilen sich kilometerlange Wege rund um den See. Eine Seebühne wurde errichtet, und ein Seehotel ist geplant. Quelle: Eschweiler-Beilage der Aachener Nachrichten/Aachener Zeitung vom 12.4.2008, S.6/7 (ergänzt) Aufgaben 8. Zähle die Seen im Bereich des ehemaligen Tagebaus Ville und vergleiche ihre Größe mit dem neu entstandenen See im Gebiet des ehemaligen Tagebaus Zukunft bei Eschweiler, dem Blausteinsee (Diercke u S. 51.3, Diercke 2 u S. 39.1). 9. Die Karte M6 zeigt den Zustand der Rekultivierung Ende der 1990er-Jahre. Geplant war von Anfang an die Einrichtung eines attraktiven Erholungsgebietes. Übe dich selbst als Landschaftsplaner: a) Notiere in einer Liste Verkehrs- und Erholungseinrichtungen, die du dir an diesem See wünschst. Denke dabei auch an den Schutz von Pflanzen und Tieren (M5, M7). bearbeitet von: M 6 Blausteinsee in der ersten Phase der Rekultivierung Blausteinsee bei Eschweiler COPY b) Erstelle eine Tabelle mit Symbolen (Signaturen) für die gewünschten Einrichtungen. c) Zeichne die Symbole in die Karte M6 ein. d) Östlich des Blausteinsees liegt eine zusammengelegte/ -gesetzte Siedlung. Die Karte M6 zeigt den alten Ortskern von Fronhoven und den umgesiedelten Ortsteil Neu- Lohn. Umrahme den alten Ortskern und vergleiche seine Siedlungsstruktur mit derjenigen von Neu-Lohn. 10.Versuche, die Rekultivierungs- und Umsiedlungsmaßnahmen (M6) zu bewerten. Bedenke dabei soziale, wirtschaftliche und ökologische Aspekte.

Weitere Seiten in diesem Flash-Magazin:

Sie befinden sich auf der Textversion einer Flash-Seite. Um die Seite in ihrem vollem Umfang betrachten zu können, benötigen Sie den Flash Player ab Version 8, sowie aktiviertes Javascript.

Sie können jederzeit versuchen, diese Abfrage zu überspringen und das Magazin trotzdem aufzurufen, indem Sie hier klicken!

Flash Magazin, Katalog und Content Management System powered by i-magazine.de